Nachdem es von Wellington immer Richtung Norden ging, bis wir schliesslich beim Delfinschwimmen angekommen sind, haben wir nun die Nordinsel zum zweiten Mal gekreuzt und sind nun wieder an der TasmanSea in Wanganui.
Von Rotorua verlassen haben sind wir ins grosse Resort von Wai-o-taupo gefahren (wo viele vulkanische Aktivietaeten zusammen auftreten). Wie beschrieben war es sehr farbenfroh und toll anzusehen. Am Abend zuvor (direkt daneben) ging es noch zu einem kleinen Bach, der allerdings warm war (durch das Thermalwasser). Dort waren wir dann auch die einzigsten und konnten wir das Baden richtig geniessen, so ein wunderschoener Ort!

Da Wai-o-taupo nur ein paar Kilometer weg war, haben wir einfach am Waldrand geparkt (achtung: ich hab nicht geschrieben uebernachtet…). Das hatten wir eigentlich vor
Abends kam naemlich ein Ranger und meinte, wir duerfen eigentlich nicht hier sein, aber wir sollen wenigstens kein Feuer machen, dann ist es fuer die Nacht ok. Allerdings hat uns dann Nachts halb ein ein anderer Ranger aus dem Schlaf griessen und meinte, wir muessen unbedingt weg! Tolle Absprachen… also sind wir schlaftrunken aus unseren Schlafsaecken und sind im Schlafanzug davon gefahren. Ein paar Kilometer weiter war ein Rastplatz am Highway (wo schon etliche andere Vans standen), wo wir uns einfach mit hingestellt haben.
Fruehs ging es dann zeitig los. Der Geysir des Resorts wird mit Hilfe von Seife jeden Tag puenktlich 10.15 Uhr zum ausbrechen gebracht. Fuer uns sind die Tribuenen mit Touristen immernoch ungewohnt
aber wir waren ja auch welche davon
Trotzdem war der Geysir schoen anzusehen und nach 10 min waren fast alle weg und wir konnten das Schauspiel in Ruhe geniessen.

Danach ging es zum eigentlichen Park mit vielen Besonderheiten, unter anderen etlichen Kratern, Schwefelablagerungen, Thermalseen und die Highlights: der Champagner Pool und das Devils Bath. Der Pool ist von einem orangen Rand umzogen und brodelnd heiss mit dunkel gruenem Wasser. Das Devils Bath hatte eine sehr markante Farbe: Textmarker Gelb
Sah eher kuenstlich aus… (war es aber nicht). Hat sich wirklich gelohnt!

Der Champagner Pool

und der Pool vom Teufel
Dann ging es weiter Richtung Sueden zum groessten See Neuseelands, dem Lake Taupo. Auf dem Weg dort hin gab es noch einen grossen Wasserfall und andere vulkanische Geschichten. Dann sind wir noch zu einer Staumauer, wo mehrmals taeglich geflutet wird und den Bachlauf in einen reissenden Strom verwandelt. Tolles Schauspiel!

In Taupo gab es einen offiziell kostenlosen Zeltplatz!!! Dann haben wir die Stadt und das Seeufer erkundet (beides schoen aber nicht sonst wie spektakulaer). Suedlich des Sees liegt der Tongariro Nationalpark mit 3 Vulkanen (einer ist weltweit bekannt als Schicksalsberg aus den herr der Ringe Filmen). Die Region ist selbst sehr alpin. Geplant war die Tageswanderung Tongariro Crossing (im Nachhinein: zurecht als schoenste Tageswanderung Neuseelands beschrieben!!!) Wir hatten uns einen wunderschoen sonnigen (und ganz wichtig: wolkenfreien) Tag ausgesucht. Nach dem ordentlichen Fruehstueck gings eigentlich immer nur nach oben! Erst ging es durch bluehendes Heidekraut, dann steil hoch durch erstarte Lavastroeme. Oben angekommen ging es durch einen riesigen Krater und wir sind uns wie auf dem Mars vorgekommen
Nach einer weiteren Kletterpartie haben wir den hoechsten Punkt des Tages erreicht, den Red Crater. Wies der Name schon sagt, war der Krater tiefrot gefaerbt. Auf der anderen Seite gabs einen weiteren Krater und das Highlight und Ziel des Tages: die 3 leuchtend gruenen Emerald Lakes! Alles war sehr beeindruckend und obwohl es keine Pflanzen dort oben gab, war alles sehr farbenfroh! Oben drauf gabs die ganze Zeit den Blick auf den Schicksalsberg. Nach 7 h laufen waren wir ordentlich fertig, aber die Muehe hat sich alle mal gelohnt!!!

Der Schicksalsberg von unserem Schlafplatz aus!

Und zur anderen Seite: der groesste der 3 Vulkane

Vulkanlandschaft waehrend der Crossing Wanderung

Kerstin am Red Crater

Blick zurueck auf den perfekt geformten Vulkan

Auch wenn irgendwie der Weg das Ziel war (5 Mark ins Phrasenschwein
), das Tagesziel die Emerald Lakes
Am naechsten Tag ging es zur anderen Seite des Vulkans zu 2 Kraterseen. Diesesmal war der Weg zum Glueck auch nicht so steil
Nach eiskalten Naechten, war es dann so weit, weiter zu ziehen (zum Glueck ist es wo wir jetzt sind, Nachts nicht mehr so kalt…). Zuerst zur Karotten-Hauptstadt Neuseelands und dann Richtung Wanganui zum Meer am gleichnamigen Fluss entlang. Der Weg war auch sehr schoen und hat den Umweg gerechtfertigt!

Die groesste Karotte der Welt!

Ausblick waehrend der “Flussfahrt”
Tja und nun sind wir hier und es geht bald weiter zum West Cape und dem Taranaki, einen Vulkan der wie der Fuji in Japan einfach so 3000 m aus dem Flachland nach oben reicht. Von da an geht es wieder Richtung Norden!
Nach den letzten Tagen (und vorallem dem Tongariro Nationalpark) ist uns wieder klar geworden wie, wie vielseitig das Land ist. Wir sind auch beide der Meinung dass die Nordinsel von allen ein wenig unterschaetzt wird! Hier gibt es genauso schoene (abgeschiedene) Wanderrouten und es hiess auch immer, dass es hier nur Farmen gibt… Diesen Eindruck koennen wir gar nicht bestaetigen, das Farmland (und vor allem die Zaeune dazu…) fanden wir auf der Suedinsel nerviger.
Mal sehen, was es hier noch alles zu entdecken gibt
Biene sagte,
März 17, 2009 @ 4:43 pm
Hallo Ihr Zwei,
danke für die Email und den Bericht.
Viele liebe Grüße und bis zum nächsten Kontakt.
Tschüs!
Claudia sagte,
März 23, 2009 @ 9:37 am
Grüße,
wart ihr in dem Champagnersee auch baden? *ggg*
Hier verschwinden die Schneeglöckchen schon so langsam, dafür kommen die Narzissen. Ja es wird Zeit das Frühling wird
lg
Claudi