Hallo nun also der x. Farmbericht und alles was drumherum passiert ist! Wir hatten wieder riesig Glueck mit den Leuten! Aber bevor es dort hin ging, haben wir ueber Ostern Tauranga erkundet.
Der Plan war eigentlich von Tauranga aus Arbeit zu besorgen. Deswegen hatten wir eine ewig lange Liste mit Kiwiplantagen und Packhaeusern. Allerdings waren schon alle Wartelisten voll, bzw. Wollten sie dass man immer gleich 3 Monate dort arbeitet. Und das aller groesste Problem war dass die Kiwisaison immer weiter nach hinten geschoben wurde. Und wenn es regent wird auch nicht gepflueckt… (sind Schoenwetterfruechte
) deswegen wollten wir mit der Farmarbeit einige Tage ueberbruecken, aber danach hiess es, dass wir immernoch warten sollen.
Nach dem desolaten Ausgang unserer Kiwi-Pflueck-Karriere nun wieder chronologisch
Zunaechst haben wir Tauranga und die Straende darum entdeckt. Nicht weit von der Stadt lag ein Vulkan am Ende einer Landzunge, von wo wir einen super Ausblick hatten.
Gaaaanz weit hinten links kann man eine Insel erahnen (sie ist wirklich da…), dort waren wir mit den Delfinen schwimmen!
Ueber Ostern sind wir dann etwas weiter gefahren und sind zu einen Wald gefahren, wo etliche Wanderwege losgingen. Da wir dort einen wunderschoenen Schlafplatz direct am Fluss gefunden haben, sind wir sogar laenger als gedacht dort geblieben. Die Wanderund selbst war auch wieder durch ein wunderschoenes Fleckchen Erde. Abends hat dann wieder mal jemand an unseren Van geklopft und wir hatten natuerlich wieder Angst, dass wir verschwinden muessen. Aber wieder anders als gedacht: die Leute waren auf der Suche nach Leuten die unerlaubt jagen. Es wurde dann aber schnell festgestellt, dass wir nicht die typischen Jaeger sind
und wir durften bleiben

Und dann ging es schon zur naechsten Farm, von Rob und Ann. Wir wurden auch wieder sehr freundlich aufgenommen und sollten den ersten Abend noch gar nicht helfen (lecker Essen gabs trotzdem
). Haben auch ein Zimmer mit riesigem Doppelbett bekommen, was super bequem war! Dann gabs aber doch noch eine erste Aufgabe: 2 Huehner waren ausgebuechst und wir sind mit Rob ueber die Farm gerannt und haben wenigstens 1 gefangen. Ich durfte es dann halten und das Huhn hat wahrscheinlich gedacht es muss gleich dran glauben… man glaubt gar nicht wie laut die sein koennen… (als ichs dann Rob gegeben hab wars auf einmal ruhig… elender Schauspieler
).
Am naechsten Tag konnten wir dann erstmal die Farm bestaunen. Frueher war es mal eine Kiwiplantage, was sich aber nicht mehr gelohnt hat. Heute sind dort Schafe, Kuehe, Huehner, Enten (die leider etwas schuechtern waren) und was besonderes fuer NZ: Schweine! Alle Tiere waren echt zutraulich und man hat sofort gemerkt wie gut sie behandelt wurden (ist ja hier nicht selbstverstaendlich…). Ann hat als Sekretaerin auf dem Golfplatz gearbeitet, deswegen waren wir meistens mit Rob unterwegs.
Das Haus mit Garten: im Vordergrund der Stapler, der gleich noch ne Rolle spielen wird ![]()
Gleich am ersten Tag hat Rob 7 (!!!) neue Ferkel bekommen und die mussten vom Auto-Anhaenger. Rob wollten sie von hinten schnappen und Kerstin hat versucht sie von vorn zu Rob zu treiben
Allerdings wussten die Ferkel genau vor wem sie Angst haben sollten und vor wem nicht
Nach 10 min waren aber alle gluecklich im Gehege und es gab lecker Milch zur Beruhigung.
Die 7 Neuankoemmlinge
Danach ging es zu unserer Hauptaufgabe: Gartenpflege. Am naechsten Tag haben wir uns getrennt. Kerstin hat den ganzen (!) Tag damit verbracht Fenster zu putzen und ich hab Rob geholfen. Erst hab ich Tanks ausgespuehlt wo Milch drin “umgekippt” war. Dazu muss ich 2 Sachen bemerken: 1. Indonesien hat mir echt geholfen… Kerstin und Ann konnten den Gestank Abends noch nicht ab (wir haben es auf einen Wiese direkt neben das Haus geschuettet, was im Nachhinein nicht wirklich durchdacht war
), mich hat es ueberhaupt nicht gestoert und 2. man hatte ich eine Lust auf Huettenkaese danach
Dann gings zum Avocados pfluecken. Rob hat mit dem Gabelstapler ne Holzkiste hochgefahren und ich bin dort reingesprungen um oben zu pfluecken. Jeder der “Gablerfahrer Klaus” gesehen hat und nur einen Funken Ahnung von Sicherheitsvorschriften hat, wird aufschreien, aber ich (NOCH) nichts passiert!
Am naechsten Tag ist Kerstin mit Fensterputzen fertig geworden und ich hab mit Rob Baeume zurueck geschnitten. Diesesmal sass ich hinten auf dem Stapler und Rob war mit Kettensaege oben in der Kiste. Und wie sollte e sanders sein… er hat natuerlich das Gleichgewicht verloren und ist samt Kiste runter gefallen. Gott sei dank auf die bereits abgesaegten Aeste und die Saege ist auch gleich ausgegangen. Bis auf den Schreck ist nix passiert…
Danach haben wir uns ganze 3 Tage zusammen um einen (in Zahlen: 1) Tisch gekuemmert. Die beiden wollten ihn restaurieren und wir konnten helfen. Eigentlich war geplant nur schnell die (4 Schichten) Farbe runter zu holen, ihn abzuschleifen und zu lackieren… Nach 3 Tagen war grad mal der unterbau halbwegs fertig, keine Ahnung wie viel Zeit da noch drauf gehen wird
Das muesst ihr uns einfach glauben… 2 Tage Arbeit…
Nun aber zum wichtigsten Teil, die Sachen neben der Arbeit! Sie hatten einen Hund, der eher wie eine Bockwurst aussah, aber mit einem Waschbaergesicht
Und das beste: 2 Katzen, die unterschiedlicher nicht sein konnten! Rigga, die gejagt hat und Churchill, der den ganzen Tag nur geschlafen hat
Beide aber total verschmust. Churchil hat den ganzen Tag in unseren Bed geschlafen und kam dann Nachts auch mit zu uns nd wir konnten zu dritt schlafen! Rigga hat immer Maeuse mit in die Wohnung gebracht und sogar eine Nacht ein Haeschen (fruehs war nur noch die Haut da). Armes Haeschen… War aber auch total verschmust und kam immer sofort zu einem auf den Schoss.
Rigga die stolze Jaegerin
Und der faule Churchill auf unserem Bett
Abends sassen wir immer zusammen vorm Kamin und wir haben unser erstes Rugby Spiel live geschaut (immerhin der Nationalsport hier). Die beiden hatten auch einen Whirlpool und nachdem wir (laut ihrer Aussage) so gut gearbeitet hatten, wurden wir gefragt, ob wir auch rein springen wollen. Und um das ganze abzurunden haben wir im Pool noch Bier bekommen
Ein Luxus. So haben wir dann jeden Abend verbracht: Pool – Kamin – Fernsehen – mit der Mietz im Bett einschlafen. EIN LUXUS!!! Essen gabs auch jeden Abend richtig tolle Fleischgerichte von gluecklichen Tieren von der Farm.
Wir wurden auch mit zu Freunden der beiden mitgenommen, wo die Frau ein Reh mit der Hand aufgezogen hat! Das konnten wir streicheln
Und dann ging es zu Kakadus die 40 Jahre alt waren und sprechen konnten! Ich glaub es kommt rueber, dass wir die Tage dort richtig geniessen konnten! Die Farm war ein absoluter Gluecksgriff!!!
Von da aus ging es nach Auckland zum Autoverkaufen. Auf dem Weg dahin ging es noch zu einer Schlucht zum wandern und zu einem schoenen Wasserfall.

Tja und nun sind wir eigentlich schon am Ziel unserer Reise. Heute haben wir die ersten Hostels abgelaufen und unsere Flyer aufgehangen. Mal sehen wie lang wir den Van noch haben warden… Inzwischen schauen wir uns die Stadt noch an. Auckland selbst gefaellt uns nicht ganz so gut wie Wellington, aber es gibt auch hier schoene Ecken. Waren in einem schicken Vorort mit alten Haeuschen und auf einem Vulkan direkt vor der Innenstadt.

Es war gar nicht so einfach hier einen Schlafplatz zu finden, aber 25 km aushalb vom Zentrum haben wir direkt was am Wasser gefunden, wo wir auch in Ruhe schlafen koennen. Alles haengt jetzt eigentlich am Verkauf vom Van, je nachdem wie lang es dauert, warden wir vielleicht hier Arbeit suchen, woanders woofen, uns ne Wohnung suchen, oder irgendwo im Hostel landen. Ganz viele Fragezeichen
Wird schon! Bis zum naechsten Mal!!!
Fast vergessen: bei Ann konnten wir zum ersten mal Feijoas kosten. Ist eine Frucht, die man nicht wirklich beschreiben kann, ist aber gaaaanz lecker! Haben uns an nem Strassenstand gleich ne ganze Tuete voll gekauft
Mal was leckeres aus Neuseeland:

Biene sagte,
April 25, 2009 @ 2:10 pm
Hallo Ihr Zwei,
schön das es Euch so gut auf der Farm ging, Rene hat heute
morgen ja schon davon berichtet, aber mit Bilder ist es
gleich viel anschaulicher.
Drück Euch die Daumen, dass Ihr das Auto bald verkaufen könnt!
Tschüs !!!